"Sie liebt zeitgenössische Musik, musizierte bereits mit führenden Ensembles, realisiert überdies auch eigene Projekte: kuratorisch, vermittelnd, interdisziplinär"

- Marco Frei, das Orchester 2024/10

Olivia Palmer-Baker (geb. 1997 in Lerwick) ist eine irische Musikerin mit Wohnsitz in Berlin und spezialisiert auf zeitgenössische, historische und improvisierte Musik.

In ihrer Arbeit untersucht sie die körperliche, soziale und zeitliche Erfahrung des Musizierens und begreift sich als Performerin, die die volatilen, chaotischen und verletzlichen Extreme ihres Instruments – des Fagotts – auslotet. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von der Erforschung von Grenzen und Unsicherheit sowie der Gegenüberstellung unterschiedlicher Ästhetiken und Medien. 

Bisher ist Olivia als Solistin und Improvisatorin in vielen Kontexten aufgetreten, u.a. bei Unerhörte Musik (Berlin), Echoraum (Wien), Collegium Helveticum (Zürich), Transparent Sound (Budapest), Double Reed Days (Bern), 48 Stunden Neukölln (Berlin), Aldeburgh Festival (England), Rondò 2021 (Milan), SONify (Graz), und im Berliner Dom. Sie arbeitet gerne im engen Kontakt mit Komponist:innen und Musiker:innen und hat zahlreiche Werke für Fagott und Kontraforte uraufgeführt. Sonst tritt sie mit diversen Ensembles innerhalb von Deutschland und in der Schweiz, meistens mit dem Schwerpunkt Neue-Musik aber auch ab und zu als Barockfagottistin.

Zu den jüngsten und anstehenden Projekten zählen die Berliner Wiederaufnahme von je mets mon scaphandre für Fagott, Ambisonics und klanggesteuertes Lichtdesign beim Festival 48 Stunden Neukölln, ein Solorezital bei Unerhörte Musik Berlin, Konzerte in Deutschland und der Schweiz mit dem Stegreif Orchester sowie mit der Basel Sinfonietta und dem Ensemble Tzara, bevorstehende Konzerte in Deutschland, Spanien und Serbien mit ihrem Ensemble Kollektiv UNRUHE sowie eine Zusammenarbeit mit der Komponistin Michelle Lou im Jahr 2027 mit Kontraforte und Live-Bearbeitung.

Als Mitglied der in Berlin ansässigen Gruppe Kollektiv UNRUHE ist Olivia mitverantwortlich für die Kreation und Gestaltung von Konzerten im In- und Ausland und ist auch als Performerin, Improvisatorin und Komponistin tätig.

Olivia studierte Fagott zuvor in London (Royal Academy of Music), Berlin (Universität der Künste) und Frankfurt (International Ensemble Modern Academy), und studiert gerade Teilzeit an der Freien Uni (Music, Sound, Performance).

In ihrer Freizeit schaut sie gerne Filme, trifft sich mit Freund:innen auf ein Bierchen oder genießt einfach, was das Leben sonst noch so für Überraschungen bereithält.