"Sie liebt zeitgenössische Musik, musizierte bereits mit führenden Ensembles, realisiert überdies auch eigene Projekte: kuratorisch, vermittelnd, interdisziplinär"
- Marco Frei, das Orchester 2024/10
Olivia Palmer-Baker ist eine irische Musikerin mit Wohnsitz in Berlin und spezialisiert auf zeitgenössische, historische und improvisierte Musik.
In ihrer Arbeit untersucht sie die körperliche, soziale und zeitliche Erfahrung des Musizierens und begreift sich als Performerin, die die volatilen, chaotischen und verletzlichen Extreme ihres Instruments – des Fagotts – auslotet. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von der Erforschung von Grenzen und Unsicherheit sowie der Gegenüberstellung unterschiedlicher Ästhetiken und Medien.
Zu den Höhepunkten zählen die Konzeption, Produktion und Tournee von je mets mon scaphandre für Fagott, Ambisonics und klangreaktives Licht (2024–25, UK/DE, gefördert durch den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts, Hinrichsen Foundation), die Konzeption, Leitung und Ko-Komposition von SPELL mit Kollektiv UNRUHE (2025, Klangwerkstatt Berlin), eine anstehende Masterclass für Fagott und Elektronik im Rahmen der Bern Double Reed Days (2026, CH) sowie eine Zusammenarbeit mit der Komponistin Michelle Lou, die in einem abendfüllenden neuen Werk für Kontraforte und Live-Processing mündet (2027, DE).
Olivia tritt international als Solistin mit Fagott und Kontraforte auf. Zu den bisherigen Highlights zählen das Rondò 2021 (Divertimento Ensemble, Italien), das Aldeburgh Festival (UK), SONify Graz (Österreich) sowie weitere Soloauftritte in der Schweiz, Spanien, Irland, Ungarn und Deutschland. Sie tritt auch mit zahlreichen europäischen Ensembles für zeitgenössische und historische Musik auf, darunter das Ensemble Modern, die Lautten Compagney, das Ensemblekollektiv Berlin (seit 2025 als Mitglied), die Basel Sinfonietta und das Lucerne Festival Contemporary Orchestra, und ist als Improvisatorin in vielen Kontexten aufgetreten, vom Lichtblick Kino (Untergrün) bis zu Aufführungen im Berliner Dom.
Als Mitglied der in Berlin ansässigen Gruppe Kollektiv UNRUHE ist Olivia mitverantwortlich für die Kreation und Gestaltung von Konzerten im In- und Ausland und ist auch als Performerin, Improvisatorin und Komponistin tätig. Zu den Höhepunkten gehört eine anstehende Zusammenarbeit mit dem Komponisten Bernat Pont Anglada im Rahmen der JUNGE AKADEMIE, Akademie der Künste Berlin (2026).
Olivia studierte zuvor in London (Royal Academy of Music), Berlin (Universität der Künste) und Frankfurt (International Ensemble Modern Academy).